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GLOSSAR LOGISTIK, BINNENSCHIFFFAHRT UND VERKEHRSTELEMATIK

H

Hafenbetrieb

die statistische Verwaltung der ankommenden Schiffe sowie die Kalkulation von Ufer- und Liegegeld

Hafenentgelt

Gebühr für die Hafenbenützung

Hafeninfrastruktur

Kaimauern, befestigte Flächen, Gleisanlagen

Hafensuprastruktur

Hafenanlagen wie Kräne, Lagerhallen oder Bürogebäude

Hauptlauf

im intermodalen Verkehr jener Verkehrsträger, der den deutlich längsten Streckenteil durchführt

Haus-Haus-Verkehr (oder Direktverkehr)

Verkehr zwischen einem Lieferpunkt und einem Empfangspunkt ohne Wechsel des Verkehrsmittels

Havarie/ Havarei

Schäden, die ein Schiff oder die Ladung während einer Fahrt treffen

Havarie grosse

alle Schäden, die an Schiff und Ladung bei Errettung aus einer Gefahr entstehen

besondere Havarie

Schäden, die Schiff und Ladung zufällig treffen (z.B. Kollision)

kleine Havarie

erhöhte Kosten durch Niederwasser, Lotsendienst und Auseisungen etc.

(Schiffs-)Heck

auch Hinterschiff genannt; der hintere Teil eines Schiffes

Hinterland (eines Hafens)

Einzugsgebiet eines Hafens, das gute Verkehrsanbindung aufweist

Hinterlandverkehr

Seehafen: Anschlussverkehr durch einen Landverkehrsträger: Bahn, Straße, Binnenschiff
Binnenhafen: Anschlussverkehr durch Bahn oder Straße

Hinterschiff

siehe „Heck“

Höchster Schifffahrtswasserstand (HSW)

jener Wasserstand, der einem Abfluss mit einer Überschreitungsdauer von 1 % entspricht

Hub

zentraler Umschlagsplatz zur Bündelung und Distribution von Warenströmen, geeignet als Plattform für die Verzahnung von (verschiedenen) Verkehrsträgern

Hub-Spoke-System (= Nabe-Speiche-System)

Verkehrsnetz aus einem zentralen Umschlagspunkt (Nabe/ Hub) und sternförmig auf diesen Punkt zulaufenden Strecken (Speiche/ Spoke)

Hull insurance (dt. Flusskasko)

Transportmittelversicherung

hydrodynamischer Widerstand

Widerstand, der einem Körper bei Bewegung im Wasser entgegengesetzt wird

I

Inland-AIS

Erweiterung des Nachrichtenumfangs des maritiven AIS-Standards um die Bedürfnisse der Binnenschifffahrt; (AIS = Automatic Identification System)

Inland-ECDIS

Inland Electronic Chart Display and Information System; grundlegender Standard für die Visualisierung digitaler Binnenschifffahrtskarten

Integrität

Brauchbarkeit; Zuverlässigkeit eines Signals

Integritätssignal

Satellitensignal, das eine Information über die Signal-Brauchbarkeit beinhaltet (nach dem Schema use/ don’t use)

Interface, Web-Interface

Schnittstelle

Intermodalität

Wechsel der Verkehrsträger innerhalb einer Reise/ eines Transportes

Internationaler Donau-Gütertarif

Regulierung der Preisbildung im Donau-Schiffsverkehr

Interoperabel/ Interoperabilität

Kompabilität verschiedenartiger Systeme

K

Kabotage

Verkehr zwischen zwei Häfen desselben Landes (kleine Kabotage) oder zwischen zwei Häfen zweier verschiedener Länder, die aber an einer Küste oder einem Strom gelegen sind (große Kabotage); meistens verbunden mit Einschränkungen für ausländische Schiffe (Kabotageverbot)

(Schifffahrts-)Kanal

weitgehend künstlich angelegter Wasserweg mit oder ohne Schleusen, Hebewerken oder schiefen Ebenen zur Überbrückung von Höhenunterschieden zwischen den Stauhaltungen

Katamaran

Schiff mit zwei (oder mehreren) Rümpfen

Semi-

Schiffsform, die nur im ersten Drittel der Schiffslänge einem Katamaran entspricht

Voll-

klassischer Katamaran

Kaufkraftparität

Gleichheit des Preisniveaus zwischen zwei Regionen

KIappschute

kleines, meist kastenförmiges und offenes Fahrzeug mit aufklappbarem Boden zum Transportieren oder Verklappen von Baggergut

Klassenzeugnis

Bestätigung durch eine autorisierte Institution (= Klasse), dass das Schiff die erforderlichen technischen Vorschriften einer bestimmten Wasserstraße erfüllt

Kimmbeplattung

Teil der Außenhaut eines Schiffes; Übergang zwischen Boden und Seitenbeplattung

Kolk

Austiefung in der Flusssohle längs des Ufers

Kombinierter Verkehr (KV)

intermodaler Verkehr, bei dem komplette Ladeeinheiten (z.B. Container, Sattelauflieger oder komplette LKWs) von mindestens zwei unterschiedlichen Verkehrsträgern befördert werden

KV    begleitet

„Rollende Landstraße“: LKWs werden auf spezielle Niederflur-Bahnwagen geladen, die Chauffeure reisen in einem separaten Waggon mit

(Durch-)Konnossement

Ladeschein in der Schifffahrt; Warenwertpapier;
Durch-Konnossement: einheitliches Dokument für die gesamte Beförderungsstrecke, wobei ein Wechsel des Verfrachters (bzw. des Verkehrsträgers) stattfindet

Kontraktfahrt

Transport in mehreren Fahrten auf Basis eines Vertrages für einen bestimmten Zeitraum

Koppelverband

Formation aus einem Motorschiff und einem nicht-motorisierten Schubleichter

Krümmungsradius (der Fahrrinne)

Kurvenradius der Fahrrinne

L

Ladehafen (oder Ladeort)

Hafen oder Hafengebiet, in dem das Schiff die Ladung aufnimmt

Leichterung, Leichtern

das Um- oder Überschlagen einer Schiffsladung (wenn dieses zu tief liegt oder sich festgefahren hat) an Land oder auf ein anderes Schiff (vor allem bei Niedrigwasser)

Leitstelle, nationale

siehe „nationale Leitstelle“

Leitprojekt

übergreifendes innovatives Pilotprojekt für Telematikanwendung in Transport und Verkehr in Österreich, gefördert durch das bmvit

Leitwerk

in Stromrichtung liegendes Wasserbauwerk zur Regulierung der Stromverhältnisse eines Gewässers

Lichtraumprofil

vertikale Distanz zwischen dem Wasserspiegel bei HSW (Höchster Schifffahrtswasserstand) und der niedrigsten Begrenzung durch eine Brücke bzw. ein anderes Bauwerk über der Wasserstraße

Liegeplatz

an Land: Anlegestelle
auf dem Wasser: Ankerplatz

Liegezeit

Zeit, die vereinbarungsgemäß für das Laden bzw. Löschen des Schiffes veranschlagt wird

Liniendienst

Schiffsverkehr mit fixierten Lade- und Löschhäfen sowie Ankunfts- und Abfahrtszeiten, die den Verladern regelmäßig bekannt gegeben werden

Logistikdienstleister

organisiert die gesamte logistische Kette von der Produktionsstätte bis zum Kundenlager; kann auch über Transportressourcen verfügen

Logistikeffekt

Auswirkungen der Umsetzung logistischer Konzeptionen auf einen bestimmten Verkehrsträger

Logistikkettenmanagement

geschlossener Regelkreis, der als System mit verfügbaren Informationstechniken für Planung, Organisation und Führung der logistischen Abläufe realisiert wird

Löschhafen (oder Löschort)

Bestimmungshafen (oder Hafengebiet) zur Ablieferung des Transportgutes an den Empfänger laut Frachtbrief bzw. Ladeschein

Bereiche von via-donau
via donau

Europas modernste Wasserstraßen- gesellschaft – Aufgaben, Ziele und Projekte

Schifffahrt

Alles über Transporte auf der Donau sowie Daten und Fakten zur Wasserstraße

DoRIS

Die Service- und Informationsseiten für alle Schifffahrts- treibenden auf der Donau

FGP

Flussbauliches Gesamtprojekt Donau östlich von Wien

Ports

Danube Ports Online