Spezielle Tankschiffe transportieren Flüssiggüter der folgenden Arten:
Der Großteil der erwähnten Güter sind Gefahrgüter. Für deren Transport werden in der Tankschifffahrt spezialisierte Schiffseinheiten mit entsprechenden Sicherheitseinrichtungen eingesetzt. Besonders relevant für die Tankschifffahrt sind europäische Vorschriften und Empfehlungen wie ADN, ADN-R und ADN-D sowie die nationale Gefahrgutgesetzgebung.
Moderne Schiffe verfügen über eine Doppelhülle, um im Falle einer Beschädigung der Außenhaut den Austritt von Ladegut zu verhindern. Meist ist der Laderaum in mehrere Einzeltanks unterteilt, welche in absolut getrennte Bereiche separiert werden können, das heißt, auch die Lade- und Löschvorrichtungen sowie die Gaspendelleitungen, Resteleitungen und Restetanks sind getrennt. Die genannten Vorrichtungen sind notwendig, um den Kontakt giftiger Restdämpfe und -flüssigkeiten mit der Umwelt auszuschließen.
Um eine Reaktion der transportierten Produkte mit der Oberfläche der Tanks zu verhindern, werden Edelstahltanks oder Laderäume mit spezieller Beschichtung, Coating, verwendet. Mittels Beheizung von Tanks und Ventilen können auch im Winter leicht erstarrbare Güter transportiert werden, dagegen schützen Berieselungsanlagen auf Deck die Tanks vor Druckanstieg durch Sonnenhitze. Flüssigguttransporte erfordern modernste Technik: So transportiert die „Ursula Valentin“ der deutschen Reederei Jägers GmbH Produkte wie in einer Thermoskanne, bei permanenter Temperatur von 220? C.
Für Flüssiggase werden spezielle Behälter verwendet: Das Gas wird unter Druck und in gekühltem Zustand transportiert. Gastransporte werden jedoch auf der Donau sehr selten durchgeführt.Die meisten Tankschiffe haben Pumpen an Bord, um Flüssiggüter auch in Häfen ohne spezielle Umschlagsvorrichtungen direkt aus bzw. in die Tanks zu verladen. Die Tankschiffe auf der Donau, die noch keine schiffseigenen Pumpen haben, werden nach und nach aufgerüstet. Auf einem Schiff gibt es meistens zwei Pumpen; grundsätzlich darf jede Pumpe nur für ein bestimmtes Flüssiggut verwendet werden.Die großen Binnentankschiffe aus dem Rheinstromgebiet haben eine Länge von 135 m, eine Breite von 11,45 m, einen Tiefgang von bis zu 3 m und eine Ladekapazität von ca. 3.000 t. Auf der Donau eingesetzte Einheiten haben durchschnittliche Ladekapazitäten von ca. 2.000 to. Wie in der Trockenschifffahrt ist auch in der Tankschifffahrt die Verbandsform vorherrschend.
Rhein- Tankschiff | ||
Länge | 110 m |
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Breite | 11,40 m | |
Tiefgang | 3,50 m | |
Tragfähigkeit | 3.000 t | |
Quelle: VNF - Voies navigables de France | ||
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