Das Jahr 2007 war durch konstante Fahrwasserverhältnisse ohne markante Niederwasserperioden gekennzeichnet. Im Gegensatz zum Jahr 2006, das mehrere Niederwasserphasen aufwies, wurde – mit Ausnahme der ersten beiden Tage des Jahres – der RNW-Wert im Tagesmittel zu keinem Zeitpunkt unterschritten. Der von der Güterschifffahrt realisierte durchschnittliche monatliche Auslastungsgrad schwankte im Jahresverlauf aufgrund der guten Prognostizierbarkeit der Fahrwasserverhältnisse nur gering und lag über das Jahr gesehen bei 64,1%.
In der Güterschifffahrt entscheidet die verfügbare Fahrwassertiefe über die Abladetiefe eines Schiffes und damit über die mögliche Beladungsmenge. Schifffahrtstreibende müssen im Zuge der Beladung ihres Schiffes teilweise bereits Tage vor Passieren eines kritischen Bereichs die dann für die jeweiligen Streckenabschnitte verfügbaren Fahrwasserverhältnisse anhand so genannter Richtpegel abschätzen. Der in der Grafik dargestellte Pegel Wildungsmauer stellt einen derartigen Richtpegel für die freie Fließstrecke zwischen Wien und Bratislava dar.
Zwischen den Fahrwasserverhältnissen, dem Auslastungsgrad und der Anzahl der Fahrten besteht ein direkter Zusammenhang. Als Faustregel gilt: Können relativ hohe Abladetiefen erzielt werden, steigt der durchschnittliche Auslastungsgrad der Schiffe und die Schifffahrtstreibenden benötigen weniger Fahrten, um dieselben Gütermengen zu transportieren. Mit höheren Transportmengen pro Schiff verbessert sich das Verhältnis der Frachteinnahmen zu den Kosten und somit die Wettbewerbsfähigkeit der Schifffahrt. Dies wiederum macht die Schifffahrt als Verkehrsträger für die verladende Wirtschaft interessant, es steigt das Transportaufkommen auf der österreichischen Donau insgesamt.
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