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FAHRWASSERVERHÄLTNISSE

In der Güterschifffahrt entscheidet die verfügbare Fahrwassertiefe über die Abladetiefe eines Schiffes und damit über die mögliche Beladungsmenge. Schifffahrtstreibende müssen im Zuge der Beladung ihres Schiffes teilweise bereits Tage vor Passieren eines kritischen Bereichs die dann für die jeweiligen Streckenabschnitte verfügbaren Fahrwasserverhältnisse anhand sogenannter Richtpegel abschätzen. Der in der Grafik gezeigte Pegel Wildungsmauer stellt einen derartigen Richtpegel für die freie Fließstrecke zwischen Wien und Bratislava dar.

Zwischen den Fahrwasserverhältnissen und dem Auslastungsgrad von Güterschiffen besteht ein direkter Zusammenhang. Als Faustregel gilt: Können relativ hohe Abladetiefen erzielt werden, steigt der durchschnittliche Auslastungsgrad der Schiffe und die Schifffahrtstreibenden benötigen weniger Fahrten, um dieselben Gütermengen zu transportieren. Diese Zusammenhänge können durch eine Betrachtung der beiden Grafiken für die Jahre 2008 und 2009 sehr gut nachvollzogen werden.

Mit höheren Transportmengen pro Schiff verbessert sich auch das Verhältnis der Frachteinnahmen zu den Kosten und somit die Wettbewerbsfähigkeit der Schifffahrt. Dies wiederum macht die Schifffahrt als Verkehrsträger für die verladende Wirtschaft interessant, es steigt das Transportaufkommen auf der österreichischen Donau insgesamt.


Fahrwasserverhältnisse und damit verbundene Schiffsauslastung im Jahresverlauf am Richtpegel Wildungsmauer 2009
Fahrwasserverhältnisse und damit verbundene Schiffsauslastung im Jahresverlauf am Richtpegel Wildungsmauer 2009

Fahrwasserverhältnisse und damit verbundene Schiffsauslastung im Jahresverlauf am Richtpegel Wildungsmauer 2008
Fahrwasserverhältnisse und damit verbundene Schiffsauslastung im Jahresverlauf am Richtpegel Wildungsmauer 2008

Die Fahrwasserverhältnisse in den freien Fließstrecken der österreichischen Donau (Wachau und Wien bis Grenze Österreich/Slowakei) waren im Jahr 2009 zufrieden stellend. Einerseits herrschten in den Monaten März bis Juli gute Fahrwasserverhältnisse, da sich die Wasserstände zumeist über Mittelwasser bewegten. Andererseits gab es Ende September/Anfang Oktober eine kurze Niederwasserperiode und im Januar und Februar einen längere Periode mit Eisbildung, was sich auf die Fahrwasserverhältnisse aufgrund der prinzipiell niedrigen Wasserführung der Donau in diesen Wintermonaten negativ auswirkte.

Die für 2009 erhobenen Daten zur durchschnittlichen Auslastung der Güterschiffe spiegeln die Wasserführung der Donau im Januar und Februar bzw. im September und Oktober wider. In diesen Monaten betrug die Auslastung im Mittel nur zwischen 50 und 55 %. Über das gesamte Jahr betrachtet lag der durchschnittliche monatliche Auslastungsgrad der Güterschiffe mit 60,0 % knapp unter dem Wert von 2008 (61,3 %).

 
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