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Im Jahr 2010 wurden an den neun österreichischen Donauschleusen (exklusive dem Grenzkraftwerk Jochenstein an der österreichisch-deutschen Grenze) in Summe 99.267 Schiffseinheiten zu Berg und zu Tal geschleust. Darunter befanden sich 45.046 Motorgüter- und Motortankschiffe (+7,8 % gegenüber 2009), 22.068 Schubschiffe (-1,6 %) und 32.153 Personenschiffe (+1,3 %). Als Teil der in Verbandsform fahrenden Schiffseinheiten wurden 52.261 Güter- und Tankleichter bzw. –kähne (+7,1 %) geschleust.

Gegenüber dem Jahr 2009 war auf der österreichischen Donau im Güterverkehr ein Anstieg in der Zahl der geschleusten Schiffseinheiten um 4,5 % zu verzeichnen, während es im Personenverkehr zu einem Plus von 1,3 % kam. Im Schnitt bedeutet dies über alle geschleusten Schiffseinheiten eine Steigerung von 3,5 % im Jahr 2010. Am gesamten Schiffsaufkommen hatte der Güterverkehr einen Anteil von 67,6 % (+0,7 % gegenüber 2009), der Personenverkehr von 32,4 % (-0,7 %).

Die geringeren Schiffsbewegungen im Juni sind auf die bis zu 4-tägige Hochwassersperre einzelner Abschnitte der österreichischen Wasserstraße Donau zu Beginn dieses Monats zurückzuführen. In der Güterschifffahrt war im Februar aufgrund der Eissperre des Main-Donau-Kanals der Wechselverkehr mit dem Main und dem Rhein unterbrochen. Die Personenschifffahrt weist üblicherweise in den Wintermonaten von November bis März – und hier wiederum vor allem im Januar und Februar – ein wesentlich geringeres Volumen auf.

Bezogen auf das Gesamtjahr 2010 betrug das durchschnittliche Schiffsaufkommen an einer österreichischen Donauschleuse 11.030 Verbände und einzeln fahrende Schiffe (ein Plus von 369 Schiffseinheiten gegenüber 2009) – pro Monat waren dies 919 (+31) Schiffsbewegungen und somit im Durchschnitt pro Tag und Schleuse rund 30 geschleuste Einheiten.

Das größte Schiffsaufkommen verzeichnete auch im Jahr 2010 die Schleuse Freudenau (Wien) mit 14.016 geschleusten Schiffseinheiten (+4,7 % gegenüber 2009), gefolgt von der Schleuse Greifenstein mit 11.295 Einheiten (+4,6 %). Das geringste Aufkommen meldete erneut die Schleuse Aschach, die westlichste österreichische Donauschleuse, mit 9.701 Einheiten (-0,7 %).

Hinsichtlich der Schiffskonfigurationen ergab sich für 2010 im Güterverkehr durch die Schleuse Freudenau ein Verhältnis der Fahrten von Einzelfahrern zu jenen von Schiffsverbänden von 47 zu 53 %. Bezogen auf die Gesamtgröße der Schiffseinheiten (Anzahl der Ladungsträger) lautete das Verhältnis 30 zu 70 % (Einzelfahrer zu Schiffsverbänden).

Beim überwiegenden Teil der geschleusten Schubverbände (Motorschubschiff + Leichter) handelte es sich um 2er-Verbände (70 %); 18 % der Schubverbände waren mit einem Leichter unterwegs, 8 % mit vier Leichtern und 4 % mit 3 Leichtern. Bei den Koppelverbänden (Motorgüter- oder Motortankschiff + Leichter) führten 88 % einen Leichter, 8 % drei Leichter und 4 % zwei Leichter mit sich.


Tabelle: Geschleuste Schiffseinheiten im Güter- und Personenverkehr an den österreichischen Donauschleusen 2010
Tabelle: Geschleuste Schiffseinheiten im Güter- und Personenverkehr an den österreichischen Donauschleusen 2010



Grafik: Geschleuste Schiffseinheiten pro Monat im Güter- und Personenverkehr an den österreichischen Donauschleusen 2010
Grafik: Geschleuste Schiffseinheiten pro Monat im Güter- und Personenverkehr an den österreichischen Donauschleusen 2010
 
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