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Das Österreichische Institut für Raumplanung (ÖIR) führt seit 2002 regelmäßige Untersuchungen zur Entwicklung des grenzüberschreitenden Güterverkehrs im österreichischen Donau-Korridor durch. Die aktuelle Erhebung stammt aus dem Juni 2010 (Güterverkehr im Donaukorridor und in Österreich) und bildet die Verkehrsentwicklung im Zeitraum 1990 bis 2009 ab. Im Bericht des ÖIR wurden noch vor Vorliegen endgültiger Daten auch Ergebnisse für das Jahr 2009 ermittelt. Die Kernaussagen der Analyse werden im Folgenden in Kürze dargestellt.

Der Donaukorridor ist der am stärksten wachsende Güterverkehrskorridor in Österreich, noch vor dem Brennerkorridor. Insgesamt stieg das grenzüberschreitende Güterverkehrsaufkommen bis zum Jahr 2007 im österreichischen Donaukorridor stark an: von 28,3 Mio. Tonnen im Jahr 1990 auf 80,9 Mio. Tonnen im Jahr 2007, was einen Verkehrszuwachs von 185,9 % bedeutet.

Der enorme Verkehrszuwachs zwischen 1990 und 2007 spielte sich in erster Linie auf der Straße ab: Wurden von diesem Verkehrsträger im Jahr 1990 noch 9,4 Mio. Tonnen transportiert, so waren es im Jahr 2007 bereits 43,9 Mio. Tonnen (+367,0 %). Im Transit durch den österreichischen Donaukorridor liegt das Verkehrswachstum auf der Straße in diesem Zeitraum bei 974,2 %, d.h. dass 2007 im Donaukorridor mehr als die 10-fache Menge an Gütern auf der Straße bewegt wurde als noch im Jahr 1990! Auf der Schiene stieg das Güterverkehrsaufkommen zwischen 1990 und 2007 von 11,3 Mio. Tonnen auf 25,9 Mio. Tonnen (+129,2 %) und auf der Donau von 7,5 Mio. Tonnen auf 11,1 Mio. Tonnen (+48,0 %).

Die globale Wirtschaftskrise wirkte sich in den Jahren 2008 und 2009 bei allen Verkehrsträgern negativ auf das Transportaufkommen im österreichischen Donaukorridor aus. Während es im grenzüberschreitenden Güterverkehr im Jahr 2008 gegenüber 2007 noch zu moderaten Rückgängen bzw. auf der Straße noch zu einem kaum merklichen Anstieg kam (Schiene -6,8 %, Donau -3,9 %, Straße +0,3 %), war im Jahr 2009 eine stark negative Entwicklung zu verzeichnen (Straße -20,1 %, Donau -16,0 %, Schiene -14,3 %). Belief sich das gesamte grenzüberschreitende Güterverkehrsaufkommen im Jahr 2007 noch auf 80,9 Mio. Tonnen, so ging es 2008 leicht auf 78,9 Mio. Tonnen zurück, während es 2009 stark auf 64,8 Mio. Tonnen sank. Damit brach das grenzüberschreitende Transportaufkommen im österreichischen Donaukorridor in den Jahren 2007 bis 2009 um 19,9 % ein.

Das folgende Diagramm zeigt die Verkehrsentwicklung im österreichischen Donaukorridor für den gesamten grenzüberschreitenden Verkehr über die letzten 15 Jahre (1994 bis 2009), wobei vor allem die starken Wachstumsraten auf der Straße augenfällig sind.


Grafik: Entwicklung des grenzüberschreitenden Güterverkehrsaufkommens im österreichischen Donaukorridor 1994-2009
Grafik: Entwicklung des grenzüberschreitenden Güterverkehrsaufkommens im österreichischen Donaukorridor 1994-2009

Das folgendes Diagramm zeigt, dass das absolute Verkehrsaufkommen im Donaukorridor an der Westgrenze höher ist als an der Ostgrenze. Andererseits ist das relative Wachstum an der Ostgrenze höher als an der Westgrenze.


Grafik: Entwicklung des grenzüberschreitenden Transportaufkommens an der West- und Ostgrenze des österreichischen Donaukorridors 1990-2009
Grafik: Entwicklung des grenzüberschreitenden Transportaufkommens an der West- und Ostgrenze des österreichischen Donaukorridors 1990-2009
 
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