Das Österreichische Institut für Raumplanung (ÖIR) führt seit 2002 regelmäßige Untersuchungen zur Entwicklung des grenzüberschreitenden Güterverkehrs im Donaukorridor durch. Die aktuelle Erhebung stammt aus April 2008 (Details in dieser Studie) und bildet die Verkehrsentwicklung im Donaukorridor im Zeitraum 1994 bis 2007 ab. Insgesamt ist in diesem Zeitraum das grenzüberschreitende Güterverkehrsaufkommen von 31,4 Mio. Tonnen im Jahr 1994 auf 80,7 Mio. Tonnen im Jahr 2007 gewachsen, dies bedeutet einen Verkehrszuwachs von 157%. Damit ist der Donaukorridor der am stärksten wachsende Güterverkehrskorridor in Österreich, noch vor dem Brennerkorridor.
Hinsichtlich der Verteilung des Wachstums auf die einzelnen Verkehrsträger konnte der mit Abstand stärkste Zuwachs auf der Straße verzeichnet werden: Wurden im Jahr 1994 noch 10,6 Mio. Tonnen auf der Straße transportiert, so waren es im Jahr 2007 bereits auf 42,2 Mio. Tonnen (+ 298%). Im selben Zeitraum stieg das Güterverkehrsaufkommen auf der Schiene von 13,5 Mio. Tonnen auf 26,7 Mio. Tonnen (+97%) und auf der Donau von 7,2 Mio. Tonnen auf 11,8 Mio. Tonnen (+64%). Der Modal-Split hat sich deutlich zugunsten der Straße entwickelt, so entfielen 2007 52,3 % auf die Straße, 33,1% auf die Schiene und 14,1% auf die Donau. Im Jahr 1994 betrug der Modal-Split im österreichischen Donaukorridor noch 43,1 % Schiene, 33,8 % Straße und 23,1% Donau. Die folgenden Diagramme zeigen die Verkehrsentwicklung im österreichischen Donaukorridor, wobei vor allem starke Wachstumsraten auf der Straße festzustellen sind. Im Transit durch den österreichischen Donaukorridor liegt das Verkehrswachstum auf der Straße im Zeitraum 1994 bis 2007 bei 590%!
Folgendes Diagramm zeigt, dass das absolute Verkehrsaufkommen im Donaukorridor an der Westgrenze höher ist als an der Ostgrenze. Andererseits ist das relative Wachstum an der Ostgrenze höher als an der Westgrenze.

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