Der Modal Split – also der Anteil der einzelnen Verkehrsträger am Verkehrsaufkommen – hat sich in den Jahren 1990 bis 2007 deutlich zugunsten der Straße entwickelt: so entfielen 2007 54,2 % auf die Straße, 32,0 % auf die Schiene und 13,8 % auf die Donau. Im Jahr 1990 betrug der Modal Split im österreichischen Donaukorridor noch 40,1 % Schiene, 33,3 % Straße und 26,6 % Donau.
Die Grafik zeigt das grenzüberschreitende Transportaufkommen (Nettotonnen) der drei Verkehrsträger Schiene, Straße und Wasserstraße im Donaukorridor differenziert nach der Verkehrsart (Import, Export und Transit). In Betrachtung aller Verkehrsträger wird deutlich, dass der Westverkehr in Bezug auf die Transportmengen deutlich größer ist als der Verkehr an der Ostgrenze Österreichs. Der bilaterale Verkehr (in Summe von West- und Ostgrenze) ist im Jahr 2009 mit 51 Mio. Tonnen immer noch deutlich höher als der Transit mit 14 Mio. Tonnen. Vor allem der Transit ist jedoch in den letzten Jahren massiv angestiegen. Er ist heute 3,5-mal höher als im Jahr 1990, auf der Straße sogar 8-mal höher.
Die Straße dominiert den Modal Split im Donaukorridor mit 54 %. Damit werden auf der Straße mehr Güter transportiert als auf den beiden anderen Verkehrsträgern zusammen. Gegenüber 2007 ist in der Ostrelation im Jahr 2009 sowohl im Export als auch im Transit zu Tal eine merkliche Verkehrsverlagerung von der Schiene auf die Straße zu beobachten, während der Anteil der Schifffahrt hier gleich geblieben bzw. leicht angestiegen ist: Im Ostexport verzeichnete die Straße +13 %, die Schiene -16 % relativ zum Gesamtaufkommen in diesem Verkehrsbereich; im Transit zu Tal waren es bei der Straße +6 %, bei der Schiene -5 %. Umgekehrt konnte die Schiene bei den Importen aus den Osten +15 % auf Kosten der Straße einfahren, während hier die Schifffahrt mit beachtenswerten 32 % konstant blieb.
Die Donausschifffahrt spielt als Verkehrsträger trotz der Dominanz des Straßentransports im Korridor eine wichtige Rolle. Ihre Bedeutung zeigt sich vor allem im Transport zu Berg: Sowohl an der Ostgrenze als auch im Transit hat die Donau hier einen Anteil von knapp einem Drittel. Erst im Import und Export an der Westgrenze geht ihre Bedeutung zurück – hier dominiert die Straße deutlich, und zwar sowohl zu Berg als auch zu Tal.
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