Der im zweiten Halbjahr 2009 beginnende Aufwärtstrend im Güterverkehr auf dem österreichischen Abschnitt der Donau setzte sich im Jahr 2010 fort. In beinahe allen Gütersegmenten stieg das Transportvolumen gegenüber 2009 an, wobei beinahe wieder das Niveau von 2008 erreicht werden konnte: So wurden 2010 rund 11,1 Mio. Tonnen Güter auf der österreichischen Donau befördert, was eine Zunahme von 18,6 % oder 1,7 Mio. Tonnen gegenüber dem Krisenjahr 2009 bedeutet. Dieses Ergebnis liegt nur um 1,4 % oder 156.631 Tonnen unter jenem von 2008.
Die Transportleistung innerhalb des Bundesgebietes erhöhte sich gegenüber 2009 entsprechend um 18,6 % auf 2,4 Mrd. Tonnenkilometer. Die gesamte erbrachte Transportleistung stieg um 19,4 % auf 11,5 Mrd. Tonnenkilometer. Die Anzahl der beladenen Fahrten, die auf dem österreichischen Donauabschnitt durchgeführt wurden, erhöhte sich um 7,5 % auf 10.391. Die durchschnittliche Beförderungsweite je Tonne betrug dabei im Import 1.012 Kilometer, im Export 737 Kilometer, im Transitverkehr 1.421 Kilometer und im Inlandverkehr 159 Kilometer.
Im Import erhöhte sich das Transportaufkommen gegenüber 2009 um 25,4 % oder 1.254.578 Tonnen auf 6,2 Mio. Tonnen, wobei 76 % der Güter von Osten kommend das Bundesgebiet erreichten. Knapp 58 % dieser Steigerung waren auf den erhöhten Erzimport der voestalpine Linz zurückzuführen. Darüber hinaus wurden gegenüber dem Vergleichsjahr 2009 jeweils zwischen 100.000 und 200.000 Tonnen mehr an Mineralölprodukten, land- und forstwirtschaftlichen Erzeugnissen, Düngemitteln und Baustoffen importiert.
Im Export wurden im Jahr 2010 1,7 Mio. Tonnen Güter auf Binnenschiffen transportiert, was einem Anstieg von 5,5 % bzw. 86.418 Tonnen gegenüber 2009 entspricht. In diesem Verkehrsbereich passierten 50 % der Güter die Ostgrenze und 50 % die Westgrenze des Bundesgebietes.
Das Transportaufkommen im Transit erhöhte sich um 10,6 % oder 262.104 Tonnen auf 2,7 Mio. Tonnen. Hierbei wurden 84 % der Güter zu Berg bewegt und 16 % zu Tal. Bei dem für den Transit ausgewiesenen Transportvolumen handelt es sich um einen hochgerechneten Wert, da eine bestehende Untererfassung des Durchgangsverkehrs von der Statistik Austria mittels Schätzmodell ausgeglichen wird.
Der Inlandverkehr auf der Wasserstraße Donau stieg schließlich um 38,6 % oder 127.169 Tonnen auf 456.632 Tonnen an.
Die Anteile der einzelnen Verkehrsbereiche am gesamten Schiffsgüterverkehr stellen sich für das Jahr 2010 folgendermaßen dar (Veränderungen gegenüber 2009 sind als Prozentwerte in Klammern angegeben): 56,1 % Import (+3,1 %), 24,7 % Transit (-1,8 %), 15,1 % Export (-1,9 %) und 4,1 % Inlandverkehr (+0,6 %).
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