Im Vergleich gegenüber 2008 haben auf der österreichischen Donau im Jahr 2009 beinahe alle Gütergruppen aufgrund der ungünstigen wirtschaftlichen Lage an Transportvolumen verloren. Einzig die NST/R-Gruppe der land- und forstwirtschaftlichen Erzeugnisse verzeichnete eine Steigerung um fast 30 % auf knapp 1,6 Mio. Tonnen. Diese Gütergruppe konnte den Gesamtrückgang im Transportvolumen zu einem gewissen Teil abfedern, da sie einen hohen Anteil an den auf der österreichischen Donau transportierten Gütermengen aufweist. Der überwiegende Teil der Verkehre in dieser Gruppe wird im Transit von Getreide aus Ungarn in Richtung Westen abgewickelt.
Bei den Erzen und Metallabfällen, welche die am häufigsten auf der österreichischen Donau bewegte Gütergruppe darstellt, musste im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von rund 16 % oder 516.825 Tonnen auf 2,7 Mio. Tonnen hingenommen werden. Dies war vor allem auf die stark reduzierten Produktionsmengen der voestalpine in Linz zurückzuführen.
Von hohen Einbußen in absoluten Zahlen waren 2009 auch die Metallerzeugnisse betroffen, die mit einem Volumen von 759.515 Tonnen um 49,1 % oder 733.088 Tonnen weniger transportiert wurden. Abgesehen von der Gruppe der Metallerzeugnisse gab es in Bezug auf die beförderten Gütermengen gegenüber 2008 die prozentuell größten Einbrüche in der Gruppe der chemischen Erzeugnisse (-54,4 %) und bei den mineralischen Rohstoffen oder Erzeugnissen sowie Baumaterialien (-46,1 %). Da diese Gütergruppen jedoch einen relativ geringen Anteil am gesamten Güterverkehr auf dem österreichischen Donauabschnitt haben, waren die Rückgänge in absoluten Zahlen gesehen eher moderat.
Im Containerverkehr wurden in den öffentlichen Donauhäfen im Jahr 2009 rund 5.000 TEU wasserseitig umgeschlagen – darunter vor allem Leercontainer. Obwohl diese Zahl mit einem Anteil von etwa einem Prozent am gesamten Container-Hafenumschlag noch auf einem niedrigen Niveau liegt, werden besonders diese Verkehre in Zukunft an Aufkommen gewinnen.
Rollende Verkehre wie beispielsweise beladene LKW, rollende Maschinen oder PKW werden in der Güterverkehrsstatistik größtenteils in der NST/R-Gruppe der Maschinen, Fahrzeuge und sonstigen Waren erfasst, die im Jahr 2009 einen Anteil von 3,2 % am gesamten Güterverkehrsaufkommen auf der österreichischen Donau hatte. Auch diese Güter werden in den kommenden Jahren stark an Aufkommen und Bedeutung gewinnen.
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