Der Donaukorridor erschließt die wachsenden Märkte Mittel- und Osteuropas, entsprechend war in den letzten Jahren auf allen Verkehrsträgern sehr hohes Wachstum zu beobachten. Im Jahr 2000 betrug das gesamte Transportaufkommen auf der österreichischen Donau (Binnenverkehr Empfang, Versand, Transit) rund 11,0 Mio. Jahrestonnen und im Jahr 2005 knapp 12 Mio. Tonnen. Das Transportaufkommen wird laut Prognosen auch ohne wesentliche Maßnahmen bis 2015 auf 15,2 Mio. Tonnen ansteigen.
Da die Verbesserung der Wasserstraßeninfrastruktur eine wesentliche Randbedingung für die positiven Wirkungen auf das Transportaufkommen ist, wurden die Wirkungen des „Flussbaulichen Gesamtprojektes östlich von Wien“ (FGP) und darauf aufbauend die Wirkungen der übrigen Maßnahmen aus dem Nationalen Aktionsplan Donauschifffahrt dargestellt. Zusätzlich wurde das Ergebnis in Abhängigkeit vom Ausbau der bayrischen Donau in zwei Szenarien (Bayern A und Bayern B) dargestellt. Das Szenario „Bayern A“ stellt einen reduzierten Ausbau in Bayern dar (Umsetzung der Variante A in Straubing – Vilshofen ohne Stauhaltungen mit einer Mindestfahrwassertiefe von 2,20 m bei Regulierungsniederwasser), wogegen das Szenario „Bayern B“ (Umsetzung der Variante C280 in Straubing – Vilshofen mit einer Stauhaltung und einer Mindestfahrwassertiefe von 2,65 m bei Regulierungsniederwasser) adäquate Verhältnisse zum FGP herstellen würde.
Durch die Umsetzung des FGP kann die Transportmenge auf der Donau auf 21,1 (Bayern A) bzw. 24,3 Mio. Tonnen (Bayern B) gesteigert werden. Durch die mit den zusätzlichen Finanzmitteln durchgeführten Maßnahmen des NAP erhöhen sich die Transportmengen auf insgesamt 24,1 (Bayern A) bzw. 29 Mio. Tonnen (Bayern B). Je nach Szenario können jährlich 3 bis nahezu 5 Mio. Tonnen von der Straße verlagert werden, dies entspricht rund 300.000 bis 500.000 LKW.
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