Mit dem Aufkommen der Industrie und dem damit verbundenen rasch ansteigenden Rohstoffbedarf erweist sich diese Form der Verkehrsabwicklung auf der Donau als immer unzureichender, weshalb sich die österreichische Regierung bereits seit 1813 bemüht hat, auch auf der Donau die auf anderen Flüssen bereits erfolgreich eingesetzten Dampfschiffe zu verwenden. Diese Versuche verliefen in ihrer Anfangsphase allerdings nicht sehr erfolgreich. Erst zwei Engländern, Andrews und Prichard, gelang es 1829 durch die Gründung der Ersten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft mit dem Dampfer "Franz I" den Vorstellungen der Regierung zu entsprechen und bereits 1830 den Schiffsverkehr zwischen Wien und Budapest aufzunehmen.
Ab diesem Zeitpunkt ist die Geschichte der Donauschifffahrt weitgehend mit der Geschichte der DDSG identisch. Die Gesellschaft entwickelte sich sehr rasch und erfolgreich, schon im Jahre 1837 konnte auch der Verkehr von Wien stromaufwärts nach Linz mit dem Dampfschiff "Maria Anna" erweitert werden, nachdem auch die 1835 gegründete kgl.bayrisch-württembergische Dampfschiffahrt auf der oberen Donau von Ulm abwärts mit dem Dampfer "Ludwig" den Verkehr aufnahm.
Die weitere Entwicklung der Gesellschaft wurde vor allem durch den Weitblick und die Tatkraft des ungarischen Grafen Szechenyi gefördert. Ihm ist es zu danken, dass der Schiffspark zielstrebig vergrößert und bereits 1834 beschlossen wurde, einen Dampfer auf der unteren Donau unterhalb des Eisernen Tores einzusetzen. Gleichzeitig wurde in Triest das erste Hochseeschiff der DDSG, die "Maria Dorothea", auf Kiel gelegt, welches die Verbindung zwischen Galatz und Konstantinopel sicherstellen sollte. Die rasche Vergrößerung der Flotte der DDSG – 1839 besitzt die Gesellschaft bereits sieben Seeschiffe, zehn Flussschiffe und drei Schleppschiffe – machte 1835 nicht nur den Bau einer eigenen Schiffswerft in Budapest notwendig, 1852 wurde zur Versorgung der Flotte mit eigener Kohle im Raum Fünfkirchen (Pecs) auch ein ausgedehntes Kohlenrevier erworben und erschlossen. Um die Kohle wirtschaftlich zur Donau zu bringen, wurde gleichzeitig mit dem Bau einer eigenen Eisenbahnlinie von Pecs nach Mohacs begonnen.
Zwischenzeitlich hat sich das Streckennetz auf die gesamte schiffbare Donau zwischen Regensburg und der Donaumündung sowie auf die Nebenflüsse Save und Theiß ausgedehnt. Einige kleinere Schiffahrtsgesellschaften, die sich in Bayern und Ungarn etabliert hatten, wurden von der DDSG aufgekauft, wodurch sich die DDSG mit 201 Dampfern und mehr als 750 antriebslosen Anhangfahrzeugen um 1880 zur größten Binnenschiffahrtsgesellschaft der Welt entwickelt hat.
Die wachsende Bedeutung der Donauschiffahrt führte zur Etablierung weiterer nationaler Schiffahrtsgesellschaften. So wurden über Betreiben der ungarischen Regierung im Jahre 1895 die königlich-ungarische Fluss- und Seeschifffahrts-Gesellschaft (MFTR) und 1913 im Freistaat Bayern der Bayerische Lloyd (BL) mit Sitz in Regensburg gegründet, welche ihre Flotten ebenfalls auf der gesamten Donau zum Einsatz brachten. Daneben existierte eine Reihe von lokalen Schifffahrtsunternehmen, die für die großen Gesellschaften keine echte Konkurrenz darstellten. Als dominierende Gesellschaft auf der Donau war nach wie vor die DDSG anzusehen.
Interessant ist es, in diesem Zusammenhang auf einige Schiffstypen aus dieser Zeit näher einzugehen, die mittlerweile von der technologischen Entwicklung schon lange überholt wurden und nur mehr aus zeitgenössischen Abbildungen bekannt sind. Vor allem ist in diesem Zusammenhang die auf der Donau allerdings nur etwa drei Jahrzehnte hindurch praktizierte Kettenschiffahrt zu nennen. Zwischen 1870 und 1901 waren auf einzelnen Streckenabschnitten zwischen Regensburg und Pressburg insgesamt elf Seil- bzw. Kettenschiffe im Einsatz. Technische Probleme, die besonderen Strömungsverhältnisse auf der Donau und auch die Entwicklung immer leistungsstärkerer Zugschiffe führten allerdings zur relativ baldigen Auflassung dieser Traktionsart. Eine andere Antriebsart, die sich ebenfalls auf Dauer nicht durchsetzen konnte, stellte die mit Heckrad angetriebenen Dampfschiffe dar, von denen die DDSG über insgesamt nur vier Einheiten verfügte. Sie waren wegen ihres geringen Tiefganges hauptsächlich auf Kanalstrecken unterwegs und wiesen ebenfalls eine nur verhältnismäßig kurze Einsatzzeit von maximal 20 Jahren auf.
Während Ketten- und Heckradschiffe ausnahmslos im Zugdienst verwendet worden sind, haben sich die sogenannten symmetrischen Schiffe über verhältnismäßig lange Zeit im Personenverkehr bewährt. Hierbei handelte es sich um Radddampfer mit Bug- und Heckruder, die vornehmlich im Lokalverkehr zahlreiche Anlegestationen bedienen mussten und sich auf diese Weise die oftmaligen zeitraubenden Wendemanöver ersparen konnten. Von diesen Schiffen verfügte die DDSG über insgesamt 16 Einheiten, die zwischen 1852 und 1900 gebaut worden sind. Das letzte Schiff dieser Art ist noch bis 1944 in Verwendung gestanden.
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