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SCHIFFBARKEIT DER WASSERSTRASSE DONAU

Nautische Charakteristika

Schiffbare Donauabschnitte:

Obere Donau
Kehlheim–Gönyű

Mittlere Donau 
Gönyű–Turnu-Severin  

Untere Donau
Turnu-Severin–Sulina  

Länge

624 km

860 km

931 km

Strom-km

2.414,72–1.791,33     

1.791,33–931,00

931,00–0,00

Ø Gefälle pro km

~ 37 cm

~ 8 cm

~ 4 cm

Fallhöhe

~ 232 m

~ 68 m

~ 39 m

Fahrgeschwindigkeit    

der Schiffe zu Berg

9–13 km/h

9–13 km/h

11–15 km/h

Fahrgeschwindigkeit    

der Schiffe zu Tal

16–18 km/h

18–20 km/h

18–20 km/h

 Quelle: Donaukommission, via donau


Bei der Verteilung der Wasserführung über ein ganzes Jahr bestehen in den drei Donauabschnitten charakteristische Unterschiede. Diese sind abhängig von geologischen und klimatischen Bedingungen sowie von den Zuflüssen der Donau. Im Allgemeinen treten im Bereich der Oberen Donau die höchsten Wasserstände zwischen Mai und August, die niedrigsten Wasserstände zwischen Oktober und März auf. An der Mittleren und Unteren Donau fallen die Niederwasserzeiten in die Monate August bis Oktober und die Hochwasserzeiten in die Monate April bis Mai.

Wasserführung bei Wien (Beobachtungszeitraum: 1961–1990):

Donau

Donaukanal     

Gesamt

Regulierungsniederwasser

910 m³/s

70 m³/s

980 m³/s

Mittelwasser

1.915 m³/s

160 m³/s

2.075 m³/s

Höchster Schifffahrtswasserstand      

5.010 m³/s    

230 m³/s

5.240 m³/s

100-jährliches Hochwasser

10.400 m³/s

 Quelle: via donau (KWD 1996)


Kennzeichnende Wasserstände der Donau:

RNW = Regulierungsniederwasser = jener Wasserstand, der im langjährigen Vergleichszeitraum an durchschnittlich 94 % der Tage eines Jahres (also an 343 Tagen) an einem Donaupegel erreicht bzw. überschritten wurde.

MW = Mittelwasser = jener Wasserstand, der dem rechnerischen Mittelwert der Abflussjahresmittel für einen langjährigen Beobachtungszeitraum (z.B. 30 Jahre) entspricht.

HSW = Höchster Schifffahrtswasserstand = jener Wasserstand, der im langjährigen Vergleichszeitraum an durchschnittlich 1 % der Tage eines Jahres (also an 3,65 Tagen) an einem Donaupegel erreicht bzw. überschritten wurde.



Mündungs- und Seitenarme, Kanäle, Nebenflüsse

Abgesehen von der Hauptroute Kelheim–Sulina bilden mehrere schiffbare Mündungs- und Seitenarme, Kanäle und Nebenflüsse einen integralen Bestandteil des Wasserstraßensystems Donau. Im Gegensatz zur Strecke Kelheim bis Sulina handelt es sich bei allen anderen Verkehrswegen um nationale Wasserstraßen, für die jeweils unterschiedliche Regelungen gelten.

Im Überblick handelt es sich bei diesen Wasserstraßen um:

Mündungsarme der Donau:

  • Kilia-Arm (nördlicher Mündungsarm, Grenze zwischen Rumänien und Ukraine)
  • Sankt-Georgs-Arm (südlicher Mündungsarm, rumänisches Staatsgebiet)

Wichtige Seitenarme der Donau:

  • Bala und Borcea (Rumänien, linksufrig)
  • Măcin (Rumänien, rechtsufrig)
  • Szentendre (Ungarn, rechtsufrig)

Kanäle:

  • Main-Donau-Kanal (Verbindung zum Main und weiter zum Rhein auf deutschem Staatsgebiet)
  • Serbisches Kanalnetz (Dunav-Tisa-Dunav-Hydrosystem auf serbischem Staatsgebiet)
  • Donau-Schwarzmeer-Kanal (Verbindung zum rumänischen Schwarzmeerhafen Constanţa auf rumänischem Staatsgebiet)

Wichtige Nebenflüsse der Donau:

  • Váh (Slowakei)
  • Drava/Dráva (Kroatien/Ungarn)
  • Tisa/Tisza (Serbien/Ungarn)
  • Sava (Serbien/Kroatien/Bosnien und Herzegovina)
  • Prut (Moldau/Rumänien)  
 
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