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19.10.2006

Studie bestätigt Chancen eines Container-Liniendienstes auf der Donau

Donauschifffahrt Donauschifffahrt, Pressemeldungen

Was auf anderen europäischen Flüssen längst üblich ist, gibt es auf der Donau bis dato nicht: Container-Liniendienste. Zweistellige Wachstumsraten im globalen Warenverkehr und chronische Kapazitätsprobleme der wichtigsten nordwest-europäischen Seehäfen zeigen, dass gerade jetzt die Zeit reif für Alternativen im Containerverkehr von und nach Zentraleuropa ist. Als Basis für die konkrete Umsetzung hat via donau in Zusammenarbeit mit den Häfen Krems und Konstanza eine Machbarkeitsstudie namens COLD – Container Liner Service Danube erstellt. Anstoß zur Machbarkeitsuntersuchung war ein Treffen des rumänischen Staatssekretärs Galiatatos mit Staatssekretär Kukacka. Diese Studie analysiert nun erstmals detailliert die Chancen und Risiken eines Container-Liniendienstes auf der Donau zwischen Österreich und dem Schwarzen Meer.

Die Studie beleuchtet unter anderem Laufzeit, Kosten und Kapazität von regelmäßigen Binnenschifftransporten zwischen Krems und Konstanza. Mit konventionellen Binnenschiffen und zwei Lagen Containern ergeben sich Transportkosten vergleichbar mit den Bahntarifen in die Nordseehäfen. In einem „optimierten Szenario“ mit containergerechten Schiffen mit größerer Kapazität (3 Lagen Container) werden signifikante Kostenvorteile erreicht. Der Rundlauf Krems-Konstanza-Krems dauert dabei rund 16 Tage. Die Langsamkeit der Donauschifffahrt wird von der Studie ebenfalls relativiert: Bei Gesamt­betrachtung von Europa-Asien-Verkehren dauert die Variante Konstanza plus Donau aufgrund der kürzeren Hochseestrecke ab dem Suez-Kanal gleich lang wie die Variante Hamburg plus Eisenbahn. Die Kostenvorteile betragen jedoch bis zu 20 %! Zudem weist die Logistikkette unter Einschluss der Donauschifffahrt eine positive Umweltbilanz (– 16% CO2 pro Container) auf.


Weltweit steigende Umschlagszahlen im Containerverkehr

Die bedeutendsten Containerhäfen der Welt verzeichnen rasant wachsende Umschlagszahlen. So wird bis zum Jahr 2015 mit einem jährlichen Containerumschlag von 600 bis 700 Mio. TEU (Twenty-foot Equivalent Unit) gerechnet. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2005 noch 350 Mio. TEU. Neben Straße und Bahn kann dabei die Binnenschifffahrt für die Abwicklung des Hinterlandverkehrs eingesetzt werden, wie erfolgreiche Beispiele an Rhein, Rhône, Seine oder den belgischen Wasserstraßen zeigen. „Für die Donau könnte sich durch den Aufschwung von Konstanza, eine große Chance ergeben, nun eine ähnlich positive Entwicklung zu nehmen“, so via donau-Geschäftsführer Manfred Seitz.

Nach Abschluss der Machbarkeitsstudie sieht via donau ihre Rolle nun in der Zusammenführung der Interessenslagen und in der Unterstützung von interessierten Unternehmen bei der Erstellung eines Betriebskonzeptes unter Berücksichtigung nationaler und EU-Förderangebote. Ziel eines Container-Liniendienstes auf der Donau ist es, der österreichischen Wirtschaft eine kostengünstige und attraktive Alternative zu Verfügung zu stellen. Bei einer intensiven Planung und rascher Realisierung ist ein Start von regelmäßigen Containerverkehren zwischen Österreich und Rumänien schon im Jahr 2007/2008 denkbar.

Die Studie kann unter » www.via-donau.org/cold abgerufen werden. Containerliniendienste auf der Donau sind auch ein wichtiges Thema beim 3. Danube Summit 2006, welcher am 18. und 19. Oktober 2006 in Budapest stattfindet. (www.danubesummit.com).    


Kontakt
via donau – Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH
Mag. Eva Michlits
1220 Wien, Donau-City-Straße 1
Tel: +43 50 4321 1400
» eva.michlits   via-donau.org
» www.via-donau.org 



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