An moderne Logistiksysteme werden komplexe Anforderungen gestellt. Bei sinkenden Sendungs- Größen und steigender Anzahl von Lieferanten und Abnehmern werden sehr hohe Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Abfahrts- und Ankunftszeiten erwartet. Dem kann durch die traditionelle Binnenschifffahrt nicht ausreichend entsprochen werden.
Eine Lösung bieten hiezu neue Angebotsformen wie intermodale Liniendienste. Die Güterschiffe eines Liniendienstes laufen, ähnlich den Fahrgastschiffen, nach einem fixen Fahrplan bestimmte Häfen an, in denen die Ladung auf LKW oder Bahn für den Weitertransport umgeladen wird. Die Gestaltung der Schiffe und die Möglichkeit von Schiffsverbänden erlauben übrigens den gleichzeitigen Transport verschiedenster Güter (Behälter oder Ro/Ro-Güter) und helfen so, Unpaarigkeiten der befahrenen Relationen auszugleichen.
Eine Transportkette mit dem Binnenschiff im Hauptlauf braucht mindestens zwei Umschläge (im Lade- und Löschhafen) sowie den Vor- und Nachlauf zu bzw. von den Umschlagsstellen. Die „erste Meile“ vom Versender zum Lade-Hafen bzw. die „letzte Meile“ vom Lösch-Hafen zum Empfänger wird je nach infrastrukturellen und wirtschaftlichen Möglichkeiten mit dem Lkw oder der Bahn durchgeführt.
Liniendienste auf der Wasserstraße bieten ihren Kunden wesentliche Vorteile:
Die viel besprochenen „nautischen Behinderungen“ gliedern sich in:
Das Eintreffen des fahrplanmäßigen Verkehrsmittels ist also unmaßgeblich, entscheidend ist das Eintreffen der Sendung!

Die Internationale Spedition Willi Betz GmbH & Co. KG aus Reutlingen unterhält mit ihren vier eigenen Katamaranen sowie zwei RoRo-Leichtern zwischen Passau in Deutschland und Vidin in Bulgarien einen Liniendienst für selbst rollende Ladung wie Sattelauflieger, Zugmaschinen und sonstige Fahrzeuge. Aufenthalte in den Häfen können je nach Ladungs- Aufkommen vereinbart werden, Abfahrten erfolgen teilweise mehrmals wöchentlich. Der Liniendienst von Willi Betz stellt somit eine „schwimmende Landstraße" dar. Damit wird ermöglicht, die teilweise sehr schlecht erhaltenen Fernverkehrsstraßen in Südosteuropa zu umgehen und somit die Transportsicherheit erheblich zu steigern.
Die Machbarkeitsstudie liefert umfassende Informationen hinsichtlich der Chancen und Risiken von Container Liniendiensten auf der Donau zwischen Österreich und dem Schwarzen Meer.
Informationen sowie den Endbericht der Studie können Sie hier downloaden.
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